Frick (Schweiz) – Eine neue Dokumentation über die weltweite Arbeit der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) soll in Kürze veröffentlicht werden. Der dreiteilige Film mit dem Titel Traditio wurde von zwei jungen Studenten aus der Schweiz und Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Generalhaus der Bruderschaft produziert.
Die Idee zu dem Projekt entstand vor mehr als zwei Jahren, als die beiden Studenten beim Hauptsitz der FSSPX anfragten, ob sie eine Dokumentation über das Leben und Wirken der Gemeinschaft drehen dürften. Nach Erhalt der Genehmigung reisten sie über einen Zeitraum von zwei Jahren durch zahlreiche Länder auf fünf Kontinenten, um Seminare, Missionen und Apostolate der Bruderschaft zu besuchen.
Die Weltpremiere von Traditio fand am 28. Mai im schweizerischen Frick statt und wurde von rund 170 Gästen besucht. Der Generalobere der Priesterbruderschaft, Pater Davide Pagliarani, würdigte bei der Veranstaltung die Arbeit der beiden Filmemacher. Er zeigte sich beeindruckt von ihrem Einsatz und ihrer Verbundenheit mit dem Glauben sowie der Bruderschaft.
Nach Angaben der Produzenten verfolgt die Dokumentation nicht das Ziel, sich an theologischen oder kirchenpolitischen Debatten zu beteiligen. Vielmehr soll sie das alltägliche Leben und den Dienst der Priester der FSSPX darstellen. Die Filmemacher erklärten, sie seien während ihrer Reisen besonders von der Hingabe und Opferbereitschaft der Priester beeindruckt gewesen.
Die rund vierstündige Dokumentation gliedert sich in drei Teile. Der erste Abschnitt widmet sich der Priesterausbildung in den Seminaren der Bruderschaft in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Argentinien und den Vereinigten Staaten. Der zweite Teil beleuchtet die missionarische Tätigkeit der FSSPX in Asien, Afrika und anderen Regionen der Welt. Im dritten Teil stehen liturgische Feiern und das geistliche Leben der Gemeinschaft im Mittelpunkt.
Nach Aussage der Produzenten besteht das ausdrückliche Anliegen der Filmreihe darin, die weltweite apostolische Tätigkeit der Priesterbruderschaft vorzustellen und ihre Verbundenheit mit dem Papst und der Kirche hervorzuheben.
Die Dokumentation zeigt zahlreiche persönliche Einblicke in das Leben von Priestern und Seminaristen. Zu sehen sind unter anderem Interviews mit jungen Männern, die ihre Berufung zum Priestertum schildern, sowie Szenen aus der pastoralen Arbeit der Priester. Der Film dokumentiert auch soziale Projekte der Bruderschaft, darunter Hilfsangebote für Bedürftige in Argentinien.
Pater Jean de Lassus, Rektor des Priesterseminars in Argentinien, berichtet im Film über die Arbeit des Seminars in einem armen Stadtviertel von Buenos Aires. Dort würden regelmäßig Lebensmittel und Kleidung an Bedürftige verteilt. Nach seinen Angaben habe der damalige Kardinal Jorge Bergoglio, der spätere Papst Franziskus, diese karitativen Aktivitäten gekannt und geschätzt.
Darüber hinaus kommen mehrere führende Persönlichkeiten der Bruderschaft zu Wort. Pater Michael Goldade, Rektor des Priesterseminars Hl. Thomas von Aquin in Virginia, betont die Bedeutung von Demut und Selbstaufopferung im priesterlichen Leben. Pater Pagliarani erläutert zudem die Bedeutung des gemeinschaftlichen Lebens innerhalb der Bruderschaft, das den Priestern gegenseitige Unterstützung und geistliche Stärkung bieten solle.
Die Produzenten beschreiben Traditio als eine Möglichkeit für Katholiken weltweit, die Gesichter, Stimmen und persönlichen Zeugnisse von Priestern und Seminaristen kennenzulernen. Die Dokumentation wolle dabei vor allem die menschliche Seite des Apostolats der Priesterbruderschaft St. Pius X. sichtbar machen.
