Priesterweihen 2026: 39 Neupriester für die Tradition

Certamen
39 Priesterweihen in der überlieferten Liturgie: FSSPX, FSSP und ICKSP blicken 2026 auf einen starken Weihejahrgang.

Der Sommer 2026 schenkt der überlieferten Liturgie Anlass zu großer Zuversicht. So wurden insgesamt 39 Priester in den traditionsverbundenen Gemeinschaften geweiht. In Zaitzkofen und Écône weihte die Priesterbruderschaft St. Pius X. zehn neue Priester für die Kirche. Nur wenige Tage später wurden vier neue Weihbischöfe geweiht.

Daneben verzeichnete die Priesterbruderschaft St. Petrus mit 25 Neupriestern (13 am 20. Juni in Lindenberg im Allgäu, zwölf bereits Ende Mai in Omaha, Vereinigte Staaten) den stärksten Weihejahrgang ihrer Geschichte. 

Auch das Institut Christus König und Hohepriester durfte sich in Gricigliano über vier neue Priester freuen, die Kardinal Raymond Leo Burke weihte, sowie über sechs neue Diakone, denen Erzbischof Salvatore Cordileone die Hände auflegte.

Zaitzkofen: Fünf Neupriester 

Im Rahmen eines Pontifikalamtes im Schlosspark von Zaitzkofen spendete Weihbischof Alfonso de Galarreta am Samstag, dem 27. Juni, fünf jungen Männern die Priesterweihe: zwei Deutschen, einem Australier, einem Libanesen und einem Polen. 

Während derselben Feier wurden zudem zwei Deutsche, ein Ungar und ein Weißrusse zu Diakonen geweiht. Rund 2.000 Gläubige und mehr als 60 Priester waren gekommen, um den Neugeweihten die Hände aufzulegen.

In seiner Predigt legte Msgr. de Galarreta die Lehre über das katholische Priestertum dar: Der Priester setze das Erlösungswerk Christi auf Erden fort, sei gleichsam „Christus unter uns“. 

Diese Teilnahme am ewigen Priestertum Jesu Christi äußere sich in drei Ämtern: zu lehren, zu heiligen und zu leiten. Seinem hohen Beruf könne der Priester aber nur gerecht werden, wenn er sich in Leben und Tugend ganz dem göttlichen Vorbild Christi nachbilde. 

Écône: Fünf weitere Priester und drei Diakone

Zwei Tage später, am 29. Juni, weihte Bischof Bernard Fellay im Seminar Saint-Pie X in Écône fünf weitere Priester (zwei Argentinier, einen Belgier, einen Spanier und einen Franzosen) sowie drei Diakone, einen Luxemburger und zwei Franzosen. 

In seiner Predigt dankte Msgr. Fellay für die Treue der Bruderschaft und erinnerte an die Verbundenheit von Erzbischof Marcel Lefebvre mit Rom und der Kirche. Das Kreuz, so der Bischof, fasse die ganze Sendung von Diakon und Priester zusammen: Das Evangelium verkünden heiße, den gekreuzigten Christus zu predigen und zu Umkehr, Buße und Verzicht aufzurufen, auch gegen den Widerstand der Welt. Der Priester, Christus gleichgestaltet, erneuere täglich im Messopfer das Kreuzesopfer und opfere sich mit dem Opfer für das Heil der Seelen.

Vier neue Bischöfe für die Zukunft der Tradition

Nur zwei Tage nach den Priesterweihen in Écône, am 1. Juli, konsekrierte Bischof Alfonso de Galarreta, assistiert von Bischof Bernard Fellay, auf derselben Wiese, auf der bereits 1988 die ersten Bischöfe der Bruderschaft geweiht worden waren, vier neue Weihbischöfe: Michael Goldade, bislang Regens des Priesterseminars St. Thomas von Aquin in Dillwyn, Virginia (USA); Marc Hanappier, zuletzt Professor für Dogmatik ebenfalls am Seminar in Dillwyn, Virginia; Michel Poinsinet de Sivry, bislang Oberer des Distrikts Benelux der Piusbruderschaft; und Pascal Schreiber, bislang Regens des Seminars Zaitzkofen. Rund 15.000 Gläubige sowie etwa 1.300 Priester und Ordensleute aus aller Welt waren zu diesem Ereignis zusammengekommen.

Ein Sommer mit 39 Neupriestern und vier neuen Bischöfen in der überlieferten Liturgie ist ein kraftvolles Zeugnis für die ungebrochene Anziehungskraft des klassischen römischen Ritus. 

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