Ölgemälde: eine ältere Frau mit hellem Kopftuch kniet in einer Kirche an der Bank und betet mit dem Rosenkranz, links brennen Kerzen am Seitenaltar

Certamen e.V.

Gebete für Verstorbene, im überlieferten Wortlaut

Das Totengebet, Psalm 129 und der Rosenkranz für einen Toten. Dazu, was einem Verstorbenen am meisten hilft.

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Titel des Hefts „Beten für unsere Toten“ mit Bouguereaus Gemälde „Der Tag der Toten“

Das Heft „Beten für unsere Toten“, zum Ausdrucken

Vierundzwanzig Seiten A5, zum Ausdrucken und Falten. Auf den Seiten sieben bis neun stehen die Gebete, die Psalmen und der Rosenkranz für einen Toten. Das Heft geht mit ans Grab, statt dass Sie dort das Telefon in die Hand nehmen.

  • Psalm 22 im überlieferten Wortlaut, „Der Herr regieret mich“, der Psalm vom guten Hirten, der seit jeher am Sterbebett und am Grab gebetet wird.
  • Der Ablass der Novembertage vollständig, mit allen vier Bedingungen, der Frist von etwa zwanzig Tagen und einem Wochenplan vom 31. Oktober bis zum 8. November.
  • Die Messe für einen Verstorbenen: wie das Requiem in der überlieferten Form gefeiert wird, vom schwarzen Messgewand bis zum Libera.
  • Der heldenmütige Liebesakt, die weitestgehende Form, den Armen Seelen zu helfen, und was dabei abgetreten wird und was bleibt.
  • Sechs Einwände mit Antwort, darunter „Das Makkabäerbuch gehört bei uns nicht zur Bibel“ und „Ein Toter lässt sich nicht freikaufen“.
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  • Heftseite mit dem Totengebet, zwei kurzen Gebeten und Psalm 129 im Wortlaut
    Die Gebete, die jeder kannSeite 7
  • Heftseite mit Psalm 22 „Der Herr regieret mich“ in der Übersetzung von Allioli
    Psalm 22, der Psalm vom guten HirtenSeite 8
  • Heftseite zum heldenmütigen Liebesakt für die Armen Seelen
    Der heldenmütige LiebesaktSeite 18
  • Heftseite mit drei Einwänden zum Fegefeuer und den Antworten aus Schrift und Konzil
    Steht das überhaupt in der Bibel?Seite 20

Die Gebete, die jeder kann

Drei kurze Gebete, die sich auswendig lernen lassen. Das erste ist das Totengebet der Kirche, es steht auch am Ende jedes Gesätzes, wenn der Rosenkranz für einen Toten gebetet wird.

Das Totengebet der Kirche
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. Lass sie ruhen in Frieden. Amen.
Das kürzeste, zum Herrn Jesus
Milder Herr Jesus, gib ihnen (ihm oder ihr) die ewige Ruhe.
Wenn die Uhr schlägt
O mein Gott, wir opfern dir für die Seelen des Fegefeuers all die Akte der Liebe auf, durch welche das Herz Jesu selber hier auf Erden in dieser Stunde des Tages dich verherrlicht hat.

Was einem Verstorbenen hilft

Die Kirche nennt fünf Werke, die einem Toten zugutekommen, und an erster Stelle das heilige Messopfer. Trient sagt es mit dem Wort potissimum, vor allem.

  • Die heilige Messe

    das erste der fünf Werke

    Nichts hilft einem Verstorbenen mehr. Eine Messe lesen zu lassen dauert ein Telefonat.

    1. im Pfarrbüro anrufen
    2. den Namen des Verstorbenen und einen Wunschtermin nennen
    3. ein Stipendium geben, eine kleine Gabe, deren Höhe das Bistum festsetzt
  • Der Rosenkranz für einen Toten

    die überlieferte Übung, in sechs Schritten

    Gebetet werden die fünf schmerzhaften Geheimnisse, das Leiden und Sterben des Herrn.

    1. zu Beginn den Namen des Verstorbenen nennen und sagen, für wen Sie beten
    2. Kreuzzeichen, Glaubensbekenntnis, dann Vaterunser und drei Ave Maria
    3. die Geheimnisse: der für uns Blut geschwitzt hat, der für uns gegeißelt worden ist, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist, der für uns das schwere Kreuz getragen hat, der für uns gekreuzigt worden ist
    4. je Gesätz ein Vaterunser, zehn Ave Maria mit dem eingefügten Geheimnis und das Ehre sei dem Vater
    5. nach jedem Gesätz das Totengebet anfügen
    6. zum Schluss das Salve Regina und noch einmal das Totengebet
  • Gebet, Almosen, Ablass, Opfer

    die Werke zwei bis fünf

    Was jeder für einen Toten tun kann, auch ohne Priester.

    1. das Gebet, jedes, auch das kürzeste
    2. das Almosen, das die Kirche mit Gebet und Fasten zu den Werken der Genugtuung zählt
    3. der Ablass, im November einmal am Tag einem Verstorbenen zuwendbar
    4. das eigene Opfer, etwa Fasten, eine ertragene Krankheit oder eine Nacht am Krankenbett

Vom 1. bis zum 8. November gewinnt täglich einen vollkommenen Ablass für die Verstorbenen, wer einen Friedhof besucht und für sie betet. Am Allerseelentag gilt dasselbe für den Besuch einer Kirche mit Vaterunser und Glaubensbekenntnis. Dazu gehören eine Beichte, für jeden Tag eine eigene Kommunion und ein Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters sowie das Freisein von jeder Anhänglichkeit an die Sünde.

Der Psalm für die Toten

Psalm 129 betet die Kirche seit jeher für ihre Verstorbenen. Er trägt in der Vulgata die Nummer 129 und in neueren Ausgaben die Nummer 130, es ist derselbe Text. Hier in der Übersetzung von Allioli.

  • Psalm 129 (De profundis)

    Aus den Tiefen rufe ich zu dir, o Herr! Herr, erhöre meine Stimme, lass Acht haben dein Ohr auf die Stimme meines Flehens! Wenn du Acht haben wolltest auf die Missetaten, Herr, wer könnte dann bestehen, o Herr? Aber bei dir ist Versöhnung: und um deines Gesetzes willen harre ich auf dich, o Herr! Meine Seele harrt auf sein Wort. Meine Seele hofft auf den Herrn. Von der Morgenwache bis in die Nacht hoffe Israel auf den Herrn: denn bei dem Herrn ist Barmherzigkeit, und bei ihm ist überreiche Erlösung. Und er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden.

  • Warum das Gebet hilft

    „Es gibt ein Fegefeuer, und den dort festgehaltenen Seelen wird durch die Fürbitten der Gläubigen geholfen, vor allem aber durch das Gott wohlgefällige Opfer des Altares.“ So das Konzil von Trient im Dekret über das Fegefeuer vom 3. und 4. Dezember 1563. Ein Verstorbener kann sich selbst nicht mehr helfen. Wir können es.

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