
Certamen e.V.
Neunundfünfzig Perlen, ein Kreuz und fünf Gruppen zu zehn. Was an der Schnur hängt, was an jeder Perle gebetet wird und warum die Wiederholung kein Leerlauf ist.
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Vierundzwanzig Seiten A5, zum Ausdrucken und Falten. Auf Seite drei steht das Schaubild aller neunundfünfzig Perlen, gezeichnet und beschriftet. Es liegt im Gebetbuch, statt dass Sie in der Kirche das Telefon in die Hand nehmen.
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Ein Rosenkranz ist eine Schnur mit einem Kreuz. An ihr sitzen neunundfünfzig Perlen in einer festen Ordnung, und jede Perle steht für ein Gebet. Gebetet wird von Perle zu Perle, immer in derselben Folge.
Die ganze Reihenfolge mit jedem Gebet im Wortlaut steht in So beten Sie den Rosenkranz.
Drei Zahlen erklären den Rosenkranz fast vollständig: neunundfünfzig, hundertfünfzig und fünfzehn.
So viele Perlen hat der gewöhnliche fünfgesätzige Rosenkranz.
Wer alle drei Reihen betet, kommt auf hundertfünfzig, dieselbe Zahl wie die Psalmen.
Jedes Gesätz gehört zu einer Szene aus dem Leben Jesu und Mariens.
Alle fünfzehn im Wortlaut zum Einfügen ins Ave Maria stehen in Die fünfzehn Geheimnisse im Rosenkranz.
Was Menschen fragen, die zum ersten Mal einen Rosenkranz in der Hand halten.
Der Einwand ist alt und stützt sich meist auf ein Wort Christi: „Ihr sollt nicht plappern wie die Heiden“ (Mt 6,7). Christus wendet sich dort gegen eine Vorstellung, die auch heute verbreitet ist, nämlich dass viele Worte Gott zu etwas zwingen könnten. Über die Wiederholung als Gebetsform sagt der Satz nichts. Unmittelbar danach gibt Christus seinen Jüngern selbst eine feste Wortfolge, das Vaterunser, und in Gethsemane betet er dreimal mit denselben Worten (Mt 26,44). Beim Rosenkranz trägt der gleichbleibende Wortlaut genau deshalb, weil die Aufmerksamkeit dann beim Geheimnis bleiben kann. Gesprochen wird mit den Lippen, betrachtet wird mit dem Herzen.
Beten können Sie sofort, mit jeder Schnur und notfalls ganz ohne. Zehn Finger sind ein Gesätz, so haben Gefangene und Soldaten gebetet. Der richtige Ausdruck ist übrigens segnen; geweiht werden Kirchen und Altäre. Üblich und empfehlenswert ist die Segnung durchaus. Durch sie wird der Rosenkranz zum Sakramentale, also zu einem Zeichen, das die Kirche mit ihrem eigenen Gebet begleitet. Fragen Sie nach der heiligen Messe in der Sakristei danach, es ist die Sache eines Augenblicks.
Zuerst das, was jedes Gebet wirkt. Er wendet den Beter Gott zu, und er tut das auf eine Weise, die auch an einem müden Abend noch trägt, weil die Worte feststehen und nur die Betrachtung wechselt. Darüber hinaus hat die Kirche in Notzeiten immer wieder zu ihm aufgerufen und die Erhörung öffentlich festgehalten. Nach der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 stiftete Papst Pius V. ein eigenes Fest, und der venezianische Senat ließ im Dogenpalast unter das Bild der Schlacht die Worte setzen: „Weder Macht noch Waffen und Führer, sondern Maria vom Rosenkranz hat uns zum Sieg verholfen.“ Versprechungen über einzelne Anliegen macht die Kirche keine. Sie empfiehlt das Gebet und überlässt die Erhörung Gott.
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