
Der Wortlaut des Katechismus von 1955 und das Pater noster mit Betonung und Aussprache. Dazu die Bibelstelle und die sieben Bitten.

Im Heft „Die Grundgebete der Kirche“
Achtundzwanzig Seiten A5 zum Ausdrucken
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Achtundzwanzig Seiten A5, zum Ausdrucken und Falten. Das Vaterunser steht auf Seite drei, deutsch und lateinisch nebeneinander, und auf Seite sechsundzwanzig noch einmal als Karte für das Portemonnaie. Dazu alle übrigen Gebete, die ein Katholik ein Leben lang betet.
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Der deutsche Text steht so im Katechismus der Bistümer Deutschlands von 1955, der lateinische im Messbuch der Kirche. Der Akzent zeigt die betonte Silbe.
Die Umschrift folgt den Regeln des Liber Usualis, fett ist die betonte Silbe. Das h in hódie bleibt stumm, das ti vor einem Vokal klingt meist wie zi. Die heute in den Pfarreien übliche Fassung beginnt mit „Vater unser im Himmel“ und schließt mit „erlöse uns von dem Bösen“. Oben steht der überlieferte Wortlaut des Katechismus.
Das Vaterunser hat eine Anrede und sieben Bitten. „In drei Bitten erflehen wir was Gottes ist, […] in vier, was unser“, so erklärt es die katholische Bibel von Allioli, der die kurzen Erklärungen hier folgen.
Sie weckt das kindliche Vertrauen, mit dem der ganze Rest gebetet wird.
Die ersten drei Bitten gehen auf die Ehre Gottes, und gerade daraus erwächst uns der Segen.
Die letzten vier gehen auf das eigene Heil und auf das des Nächsten.
Die Erklärungen folgen den Anmerkungen der katholischen Bibel von Joseph Franz Allioli, in der Ausgabe von 1838 und in der Bearbeitung von Augustin Arndt von 1914.
Christus lehrt das Gebet zweimal: in der Bergpredigt und noch einmal, als die Jünger ihn bitten, sie beten zu lehren (Lk 11,1-4). Hier der Text bei Matthäus in der Übersetzung von Allioli.
9 Ihr sollt daher also beten: Vater unser, der du bist im Himmel! Geheiliget werde dein Name! 10 Zukomme uns dein Reich! Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden! 11 Unser tägliches Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Amen.
Gott versucht niemanden zum Bösen (Jak 1,13). Die Bitte meint nach Allioli: „Laß uns nicht in solche Umstände, Verhältnisse, Gelegenheiten kommen, die uns bei unserer Gebrechlichkeit zur Sünde verleiten könnten.“ Sie erinnert an die eigene Schwäche und gibt Vertrauen auf Gottes Hilfe.
Diesen Lobpreis hat die Vulgata nicht, und im Messbuch endet das Vaterunser mit „Sed líbera nos a malo“. Allioli schreibt 1838 zu den Worten, „die ältesten griechischen Handschriften und Väter haben sie nicht, so wie sie auch bei Lukas 11,4 nicht vorkommen“. Sie standen nur in den alten Kirchenbüchern der Griechen und sind von dort in jüngere Handschriften gelangt. Einen ähnlichen Lobpreis kennt schon die Didache um das Jahr 100: „weil Dein ist die Macht und die Ehre in Ewigkeit.“
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