
Certamen e.V.
Warum der Oktober dem Rosenkranz gehört, was das Fest der Rosenkranzkönigin am 7. Oktober feiert und wie ein Monatsplan aussieht, den man durchhält.
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Fünf Gesätze sind ein Rosenkranz und dauern etwa fünfzehn Minuten. Wer im Oktober anfängt, fängt trotzdem kleiner an und bleibt dafür bis zum Schluss dabei.
Die Reihenfolge an der Schnur, Gebet für Gebet, steht in So beten Sie den Rosenkranz. Was ein Rosenkranz überhaupt ist, erklärt Aufbau, Perlen und Sinn.
Fünfzehn Geheimnisse in drei Reihen zu fünf. Welche Reihe an welchem Tag betrachtet wird, ist überliefert und steht frei. Für einen ganzen Monat lohnt es sich, bei der gewohnten Ordnung zu bleiben.
Menschwerdung und verborgenes Leben.
Das Leiden Christi, vom Ölberg bis zum Kreuz.
Auferstehung, Himmelfahrt und Vollendung.
In der Passionszeit dürfen die Reihen behutsam an das Kirchenjahr angepasst werden. Jedes Geheimnis im Wortlaut zum Einfügen ins Ave Maria steht in Die fünfzehn Geheimnisse im Rosenkranz.
Der Monat ist jünger als das Fest, und das Fest ist jünger als das Gebet. Die Reihenfolge lohnt sich zu kennen.
1453 war Konstantinopel gefallen, 1529 standen die Türken vor Wien, 1571 fiel das venezianische Zypern. In dieser Lage brachte Papst Pius V. Venezianer und Spanier zur Heiligen Liga zusammen, rief die lateinische Christenheit zum Rosenkranz und betete ihn selbst in Rom bei den Dominikanern von Santa Maria sopra Minerva. Am Morgen des 7. Oktober trafen die Flotten im Golf von Patras aufeinander, rund fünfhundert Schiffe und etwa hundertsechzigtausend Mann. Bis zum frühen Nachmittag war die Schlacht entschieden. Zwölftausend christliche Rudersklaven wurden von den Bänken befreit, an die sie gekettet waren. Der venezianische Senat ließ im Dogenpalast unter das Bild der Schlacht die Worte setzen: „Weder Macht noch Waffen und Führer, sondern Maria vom Rosenkranz hat uns zum Sieg verholfen.“
Ein Jahr später stiftete Papst Pius V. den Gedenktag „Unsere Liebe Frau vom Sieg“. Gregor XIII. gab ihm 1573 den Namen „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ und ließ ihn am ersten Sonntag im Oktober feiern. Clemens XI. dehnte das Fest 1716 auf die ganze Kirche aus, nach dem Sieg bei Peterwardein. Und Pius X. legte es 1913 auf den 7. Oktober, den Tag der Schlacht. Dort steht es bis heute. In die Lauretanische Litanei kam nach Lepanto die Anrufung „Hilfe der Christen“.
Aus dem einen Festtag wurde ein ganzer Monat, und das ist jünger, als die meisten vermuten. Am 1. September 1883 ordnete Papst Leo XIII. im Rundschreiben Supremi apostolatus officio an, dass vom 1. Oktober bis zum 2. November in jeder Pfarrkirche täglich fünf Gesätze und die Lauretanische Litanei öffentlich gebetet werden. Der Oktober war die naheliegende Wahl, weil das Rosenkranzfest ohnehin in ihn fiel. Von seinen achtundachtzig Rundschreiben widmete Leo XIII. ein Dutzend dem Rosenkranz. Johannes Paul II. nannte ihn deshalb den Papst des Rosenkranzes.
Gemeint ist die Gottesmutter unter dem Titel, den ihr das Fest gibt: Königin vom heiligen Rosenkranz. Die Bilder zeigen sie meist thronend mit dem Kind, wie sie dem knienden heiligen Dominikus den Rosenkranz reicht, nach der Überlieferung von 1208, auf die alles Weitere zurückgeht. Empfangen hat Dominikus diese Betrachtung, überliefert ist sie ihm aus der Hand der Gottesmutter selbst. Die Schnur und die Zahl hundertfünfzig lagen damals längst bereit.
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